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Yours, KOW

Intercouture, 2016

Künstlerresidenz des Goethe-Instituts und der Académie des Beaux-Arts in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo

GermanEnglish

Die Ausstellung „INTERCOUTURE - OBJETS DU POUVOIR“ (Intercouture. Objekte der Macht) präsentiert eine Sammlung von Beobachtungen, die sich mit den sichtbaren und unsichtbaren Funktionen von Macht in der städtischen Gesellschaft von Kinshasa auseinandersetzen. Videos, Objekte und Fotos sind entlang der Sichtachsen x-förmig angeordnet. So verbinden sich in der monumentalen Architektur des Échangeur de Limite historische mit aktuellen Bezügen zu einer persönlichen Perspektive, die einen Blick auf alltägliche Strukturen und Formen von Macht ermöglicht. Macht wird im Zusammenhang der Ausstellung weniger als repressiver, denn vielmehr als produktiver Faktor von Gesellschaftsverhältnissen verstanden. Zudem dient die Ausstellung als Ausgangspunkt für eine kritische Reflexion über Macht, die durch institutionelle Zugehörigkeit und soziale Privilegierung verliehen wird.

INTERCOUTURE – OBJETS DU POUVOIR
Musée d’Art Contemporain et de Multimédias, Echangeur, Limete, Kinshasa
28.10.-30.11.2016

Ein Projekt des Musée d’Art Contemporain et de Multimédias de l’Echangeur, ArtLab Africa, der Académie des Beaux-Arts und des Goethe-Instituts in der Demokratischen Republik Kongo.

Die Ausstellung „INTERCOUTURE - OBJETS DU POUVOIR“ (Intercouture. Objekte der Macht) präsentiert eine Sammlung von Beobachtungen, die sich mit den sichtbaren und unsichtbaren Funktionen von Macht in der städtischen Gesellschaft von Kinshasa auseinandersetzen. Videos, Objekte und Fotos sind entlang der Sichtachsen x-förmig angeordnet. So verbinden sich in der monumentalen Architektur des Échangeur de Limite historische mit aktuellen Bezügen zu einer persönlichen Perspektive, die einen Blick auf alltägliche Strukturen und Formen von Macht ermöglicht. Macht wird im Zusammenhang der Ausstellung weniger als repressiver, denn vielmehr als produktiver Faktor von Gesellschaftsverhältnissen verstanden. Zudem dient die Ausstellung als Ausgangspunkt für eine kritische Reflexion über Macht, die durch institutionelle Zugehörigkeit und soziale Privilegierung verliehen wird.

INTERCOUTURE – OBJETS DU POUVOIR
Musée d’Art Contemporain et de Multimédias, Echangeur, Limete, Kinshasa
28.10.-30.11.2016

Ein Projekt des Musée d’Art Contemporain et de Multimédias de l’Echangeur, ArtLab Africa, der Académie des Beaux-Arts und des Goethe-Instituts in der Demokratischen Republik Kongo.

Henrike Naumann, Meubles de Pouvoir, 2016, mixed media installation
Henrike Naumann, Meubles de Pouvoir, 2016, mixed media installation
Henrike Naumann, Meubles de Pouvoir, 2016, mixed media installation
GermanEnglish

Die Reihe Meubles de pouvoir zeigt Fotos, mit denen die Schreiner aus Binza (Kinshasa) ihre Arbeiten dokumentieren. Komposition und Situation der Bilder personalisieren nicht nur den Produktionsvorgang der Möbelstücke, sondern verweisen auch auf einen Moment der Transformation. Nach dem Verlassen der Werkstatt dienen die Möbel in ihren jeweiligen Verwendungskontexten als Statussymbole, mit denen Macht und Status demonstriert werden. In den Bildern manifestiert sich die Teilhabe der Handwerker an der Aufladung von Möbelstücken mit Bedeutung und Macht. Zudem zeigen die Aufnahmen die Unterschiede zur entpersonalisierten, computergestützten Massenproduktion auf, die den Arbeiter/-innen keinerlei Macht mehr über die Produkte ihrer Tätigkeit zugestehen.

Text: Clemens Villinger
Fotos zur Verfügung gestellt von Matiaba Djeskin und Papa Gerard.

Die Reihe Meubles de pouvoir zeigt Fotos, mit denen die Schreiner aus Binza (Kinshasa) ihre Arbeiten dokumentieren. Komposition und Situation der Bilder personalisieren nicht nur den Produktionsvorgang der Möbelstücke, sondern verweisen auch auf einen Moment der Transformation. Nach dem Verlassen der Werkstatt dienen die Möbel in ihren jeweiligen Verwendungskontexten als Statussymbole, mit denen Macht und Status demonstriert werden. In den Bildern manifestiert sich die Teilhabe der Handwerker an der Aufladung von Möbelstücken mit Bedeutung und Macht. Zudem zeigen die Aufnahmen die Unterschiede zur entpersonalisierten, computergestützten Massenproduktion auf, die den Arbeiter/-innen keinerlei Macht mehr über die Produkte ihrer Tätigkeit zugestehen.

Text: Clemens Villinger
Fotos zur Verfügung gestellt von Matiaba Djeskin und Papa Gerard.

Henrike Naumann, Lumumba Shakur, 2016, photograph, wall graffiti
Henrike Naumann, Lumumba Shakur, 2016, photograph, wall graffiti
Henrike Naumann, Lumumba Shakur, 2016, photograph, wall graffiti
GermanEnglish

Die Fotografie Lumumba-Shakur von Chris Shongo zeigt eine Interpretation des 1996 in Las Vegas erschossenen Gangster-Rappers Tupac Amaru Shakur, der von Stor Hyns dargestellt wird. Zitate, Architektur und Bild verbinden die koloniale Kritik Lumumbas und die Texte des Rappers zu einem Dialog über die Macht der Vergangenheit und Zukunft. Die Ermordungen / Tode von Lumumba und Shakur zeugen von den Reaktionen, welche die Kritik an bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen hervorrufen kann.

Der im Bild implizierte Zusammenhang von der Erinnerung an Lumumba mit dem weitverbreiteten Mythos, der den Tod von Tupac anzweifelt, findet in der Architektur des Échangeur de Limite ihren zeitgenössischen Ausdruck.

Photograph: Chris Shongo
Tupac: Stors Hyns
Text: Clemens Villinger

Die Fotografie Lumumba-Shakur von Chris Shongo zeigt eine Interpretation des 1996 in Las Vegas erschossenen Gangster-Rappers Tupac Amaru Shakur, der von Stor Hyns dargestellt wird. Zitate, Architektur und Bild verbinden die koloniale Kritik Lumumbas und die Texte des Rappers zu einem Dialog über die Macht der Vergangenheit und Zukunft. Die Ermordungen / Tode von Lumumba und Shakur zeugen von den Reaktionen, welche die Kritik an bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen hervorrufen kann.

Der im Bild implizierte Zusammenhang von der Erinnerung an Lumumba mit dem weitverbreiteten Mythos, der den Tod von Tupac anzweifelt, findet in der Architektur des Échangeur de Limite ihren zeitgenössischen Ausdruck.

Photograph: Chris Shongo
Tupac: Stors Hyns
Text: Clemens Villinger

Henrike Naumann, By Any Means Necessary / Shabazz X, 2016, installation of air refreshers and video
Henrike Naumann, By Any Means Necessary / Shabazz X, 2016, installation of air refreshers and video
GermanEnglish

Die Installation „By any means necessary“ setzt sich aus Air Freshenern der Duftmarken „Tropical“, „New Car“, „Candy“ und „Forest“ zusammen, die sich in zahlreichen Taxis in Kinshasa finden. Der 1965 ermordete Malcolm X nahm dieses „X“ als Nachname an. Er war davon überzeugt, dass der ursprüngliche Name der seiner Familie (Little) einst von Sklavenhaltern verliehen wurde. Als politischer Aktivist und spiritueller Mensch prangerte El Haji Malik el-Shabazz, wie er sich zuletzt nannte, die global herrschenden Regeln des Kapitalismus an, die er als die strukturelle Ursache von Rassismus betrachtete. Sein Ziel war die Vermittlung von Macht durch Wissen. Die politischen Botschaften von Malcolm X sind nun nicht mehr nur untrennbar mit dem X verbunden, sondern ebenso mit dem Geruch der Taxis in Kinshasa.

Die Installation „By any means necessary“ setzt sich aus Air Freshenern der Duftmarken „Tropical“, „New Car“, „Candy“ und „Forest“ zusammen, die sich in zahlreichen Taxis in Kinshasa finden. Der 1965 ermordete Malcolm X nahm dieses „X“ als Nachname an. Er war davon überzeugt, dass der ursprüngliche Name der seiner Familie (Little) einst von Sklavenhaltern verliehen wurde. Als politischer Aktivist und spiritueller Mensch prangerte El Haji Malik el-Shabazz, wie er sich zuletzt nannte, die global herrschenden Regeln des Kapitalismus an, die er als die strukturelle Ursache von Rassismus betrachtete. Sein Ziel war die Vermittlung von Macht durch Wissen. Die politischen Botschaften von Malcolm X sind nun nicht mehr nur untrennbar mit dem X verbunden, sondern ebenso mit dem Geruch der Taxis in Kinshasa.

Henrike Naumann, Croisette X, 2016, installation
GermanEnglish

Die von Junior Mvunzi aus Kupfer hergestellte Plastik zeigt ein der sogenannten „Katanga-Croisette“ nachempfundenes, gerahmtes Kreuz. Material und Form verweisen auf Momente der kongolesischen Geschichte, in denen um politische und gesellschaftliche Macht gerungen wurde. In seiner ursprünglichen Form diente die Croisette als Zahlungsmittel, das seinen Besitzern finanzielle Macht verlieh. Der sogenannte „État du Katanga“, der 1961 seine Unabhängigkeit vom Rest des Kongo erklärte, nutzte die Croisette auf ihrer Flagge, um die regionale Identität der Republik zu symbolisieren. Gleichzeitig kann die Croisette in ihrem Rahmen als eine Fläche gedeutet werden, wie sie auf Wahlzetteln zu finden sind. Wahlen sind der zentrale Zeitpunkt des Wechsels von Macht in demokratischen Systemen.

Croisette: Junior Mvunzi
Text: Clemens Villinger
Photo: Gitte Zschoch

Die von Junior Mvunzi aus Kupfer hergestellte Plastik zeigt ein der sogenannten „Katanga-Croisette“ nachempfundenes, gerahmtes Kreuz. Material und Form verweisen auf Momente der kongolesischen Geschichte, in denen um politische und gesellschaftliche Macht gerungen wurde. In seiner ursprünglichen Form diente die Croisette als Zahlungsmittel, das seinen Besitzern finanzielle Macht verlieh. Der sogenannte „État du Katanga“, der 1961 seine Unabhängigkeit vom Rest des Kongo erklärte, nutzte die Croisette auf ihrer Flagge, um die regionale Identität der Republik zu symbolisieren. Gleichzeitig kann die Croisette in ihrem Rahmen als eine Fläche gedeutet werden, wie sie auf Wahlzetteln zu finden sind. Wahlen sind der zentrale Zeitpunkt des Wechsels von Macht in demokratischen Systemen.

Croisette: Junior Mvunzi
Text: Clemens Villinger
Photo: Gitte Zschoch

Henrike Naumann, MEDUSA / SACE, 2016, Performance, production shot
Henrike Naumann, MEDUSA / SACE, 2016, Performance, production shot
Henrike Naumann, MEDUSA / SACE, 2016, Performance, production shot
Henrike Naumann, MEDUSA / SACE, 2016, Performance, video still
GermanEnglish

Die fünf Performerinnen Oracle Ngoy, Hugette Tolinga, Nyangombe, Eliya Liyenge Nelly und Bmb Voix d’Ange thematisieren in ihrem A-capella-Auftritt die unterschiedlichen Facetten weiblicher Machtübernahme im urbanen Kinshasa. In der griechischen Mythologie ist die Medusa eine Frau mit Schlangenhaaren, bei deren Anblick jeder Mann zu Stein erstarrt. Als Logo der italienischen Luxusmarke Versace ist die Medusa im öffentlichen Raum Kinshasas an jeder Ecke zu entdecken. Die Performance überschreibt die Bedeutung der Medusa und macht sie als Symbol für weibliche Macht sichtbar.

Performance: Oracle Ngoy, Hugette Tolinga, Nyangombe, Eliya Liyenge Nelly und Bmb Voix d’Ange
Photos: Chris Shongo
Text: Clemens Villinger

Die fünf Performerinnen Oracle Ngoy, Hugette Tolinga, Nyangombe, Eliya Liyenge Nelly und Bmb Voix d’Ange thematisieren in ihrem A-capella-Auftritt die unterschiedlichen Facetten weiblicher Machtübernahme im urbanen Kinshasa. In der griechischen Mythologie ist die Medusa eine Frau mit Schlangenhaaren, bei deren Anblick jeder Mann zu Stein erstarrt. Als Logo der italienischen Luxusmarke Versace ist die Medusa im öffentlichen Raum Kinshasas an jeder Ecke zu entdecken. Die Performance überschreibt die Bedeutung der Medusa und macht sie als Symbol für weibliche Macht sichtbar.

Performance: Oracle Ngoy, Hugette Tolinga, Nyangombe, Eliya Liyenge Nelly und Bmb Voix d’Ange
Photos: Chris Shongo
Text: Clemens Villinger

Henrike Naumann, POWER R.D.C., 2016, installation of waterbags, video, installation shot
Henrike Naumann, POWER R.D.C., 2016, installation of waterbags, video, installation shot
Henrike Naumann, POWER R.D.C., 2016, installation of waterbags, video, video still
GermanEnglish

In der Installation POWER R.D.C. verbinden sich Beobachtungen, die auf unterschiedliche Formen von Macht im Stadtbild verweisen. Die von Noha Matanga mit einer Handykamera aufgenommen Fotos städtischer Architektur von Kinshasa erzeugen durch die Blickwinkel und mit ihrer Qualität eine Ästhetik, die an fotorealistischer Malerei anschließt. Daran knüpft sich die Frage nach der Anerkennung von unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. Die Festlegung, was als Kunst zu verstehen ist und welche Formen als akzeptabel definiert werden, kommen in institutioneller Macht zum Ausdruck. Die Wasserbeutel binden die Aufnahmen direkt in den Stadtraum von Kinshasa zurück, in dem sich fast überall Abfälle leerer Säcke finden lassen. Die Aufschrift „Power“ suggeriert einen nationalen Bezug und zielt auf das patriotische Gefühl der Kongoles/-innen ab, mit dessen Ausbeutung finanzielle Gewinne erzielt werden sollen. Die ökologischen Kosten hingegen trägt die kongolesische Gesellschaft.

Video: Noha Matanga
Text: Clemens Villinger
Photos: Gitte Zschoch

In der Installation POWER R.D.C. verbinden sich Beobachtungen, die auf unterschiedliche Formen von Macht im Stadtbild verweisen. Die von Noha Matanga mit einer Handykamera aufgenommen Fotos städtischer Architektur von Kinshasa erzeugen durch die Blickwinkel und mit ihrer Qualität eine Ästhetik, die an fotorealistischer Malerei anschließt. Daran knüpft sich die Frage nach der Anerkennung von unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen. Die Festlegung, was als Kunst zu verstehen ist und welche Formen als akzeptabel definiert werden, kommen in institutioneller Macht zum Ausdruck. Die Wasserbeutel binden die Aufnahmen direkt in den Stadtraum von Kinshasa zurück, in dem sich fast überall Abfälle leerer Säcke finden lassen. Die Aufschrift „Power“ suggeriert einen nationalen Bezug und zielt auf das patriotische Gefühl der Kongoles/-innen ab, mit dessen Ausbeutung finanzielle Gewinne erzielt werden sollen. Die ökologischen Kosten hingegen trägt die kongolesische Gesellschaft.

Video: Noha Matanga
Text: Clemens Villinger
Photos: Gitte Zschoch

Henrike Naumann, Comme des Kinois, 2016, found footage photograph
Henrike Naumann, Comme des Kinois, 2016, found footage photograph
GermanEnglish

Die Installation Comme des Kinois versammelt Fotografien aus dem Archiv von Willfried Lova Lova, der sich 2005 als zwölfjähriger Junge der Sapeur-Kultur anschloss. Als einer der jüngsten der dritten Generation von Sapeurs in Bandal gründet er 2007 die Gruppe Le Monde est à Nous. Mit ihrem extravaganten Auftreten und ihren ausgefallenen Outfits drücken die Sapeurs ihren Anspruch auf einen Teil des öffentlichen Lebens aus. Zudem konkurrieren Gruppen von Sapeurs um die größte Aufmerksamkeit und die besten Outfits. Lova Lova bevorzugt japanische Designer wie Yohji Yamamoto, Rei Kawakubo (Comme des Garçons) und Issey Miyake. Die Kleidung wird von Musikern aus Europa mitgebracht und über lokale Netzwerke getauscht oder verkauft. Die getragenen Marken verleihen Machtpositionen innerhalb der Sapeur-Szene. Die Fotoserie erzählt eine Geschichte vom Erwachsenwerden in Kinshasa und von der Selbstermächtigung durch Style.

Photosammlung: Willfried LovaLova
Text: Clemens Villinger
Photos Ausstellung: Gitte Zschoch

Die Installation Comme des Kinois versammelt Fotografien aus dem Archiv von Willfried Lova Lova, der sich 2005 als zwölfjähriger Junge der Sapeur-Kultur anschloss. Als einer der jüngsten der dritten Generation von Sapeurs in Bandal gründet er 2007 die Gruppe Le Monde est à Nous. Mit ihrem extravaganten Auftreten und ihren ausgefallenen Outfits drücken die Sapeurs ihren Anspruch auf einen Teil des öffentlichen Lebens aus. Zudem konkurrieren Gruppen von Sapeurs um die größte Aufmerksamkeit und die besten Outfits. Lova Lova bevorzugt japanische Designer wie Yohji Yamamoto, Rei Kawakubo (Comme des Garçons) und Issey Miyake. Die Kleidung wird von Musikern aus Europa mitgebracht und über lokale Netzwerke getauscht oder verkauft. Die getragenen Marken verleihen Machtpositionen innerhalb der Sapeur-Szene. Die Fotoserie erzählt eine Geschichte vom Erwachsenwerden in Kinshasa und von der Selbstermächtigung durch Style.

Photosammlung: Willfried LovaLova
Text: Clemens Villinger
Photos Ausstellung: Gitte Zschoch

  • INDEX:

Henrike Naumann

Henrike Naumann was born 1984 in Zwickau (GDR). Growing up in Eastern Germany, Naumann experienced extreme-right ideology as a predominant youth culture in the 90s. Her work reflects on the history of the right-wing terrorism in Germany as well as on today‘s broad acceptance of racist ideas. She looks at the mechanisms of radicalization and how they are linked to personal experience and youth culture. Nauman explores the friction of contrary political opinion through the ambivalence of personal aesthetic taste. In her immersive installations she combines video and sound with scenographic spaces. In recent years she widened her focus to the global connectivity of youth cultures and the reversion of cultural othering. Notable exhibitions include the ’3rd. Herbstsalon’ at Maxim Gorki Theatre Berlin, ’The Museum of Trance’ at the 4th Ghetto Biennale in Port-au-Prince (Haiti), ’Intercouture’ at the Musée d’Art Contemporain et Multimédias de l’Echangeur in Kinshasa (Democratic Republic of Congo) and ‚Aufbau Ost‘ at Galerie Wedding, Berlin. Henrike Naumann lives and works in Berlin.



Full Biography

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